Der Mercado dos Lavradores („Bauernmarkt") ist die wichtigste städtische Markthalle Funchals, in der Rua Brigadeiro Oudinot in der Gemeinde Santa Maria Maior. Eröffnet am 24. November 1940 in einem modernistischen Bau des Architekten Edmundo Tavares, gibt es hier Obst, Gemüse, Blumen, Fisch, regionale Süßwaren und Kunsthandwerk. Geöffnet ist Montag bis Freitag 7–19 Uhr und Samstag 7–14 Uhr; sonntags und feiertags geschlossen.
Wann ist der Markt geöffnet?
Offizielle Öffnungszeiten der Câmara Municipal do Funchal (Stand Oktober 2026):
| Tag | Zeiten |
|---|---|
| Montag – Freitag | 7–19 Uhr |
| Samstag | 7–14 Uhr |
| Sonn- und Feiertage | geschlossen |
Adresse: Rua Brigadeiro Oudinot, 9060-158 Funchal. Telefon +351 291 214 080.
Was wird verkauft?
Die Stadt nennt regionale Produkte an den 122 Verkaufsplätzen des Marktes: frisches Obst und Gemüse, Fisch, Süßwaren und Kunsthandwerk. Wikipedia führt außerdem Blumen auf; die Fischhalle bildet einen eigenen, mit Azulejo-Tafeln geschmückten Teil des Gebäudes.
Was man danach probieren sollte, steht unter Essen auf Madeira.
Warum ist das Gebäude bedeutend?
Laut der Geschichtsseite der Stadt:
- Der Stadtrat beschloss am 17. Juni 1937 den Bau neuer Märkte; genehmigt wurde der Bau per Portaria vom 5. April 1938.
- Er ersetzte den Mercado de D. Pedro V (Obst und Gemüse) und die Praça de São Pedro, wo der Großteil des Fischs der Stadt verkauft wurde.
- Der Entwurf stammt von Edmundo Tavares (1892–1983), Bauunternehmer war Manuel Alberto Gomes. Die überdachte Fläche beträgt rund 9.600 m².
- Bei der Eröffnung galt er als modernster Markt des Landes. Der Stil gehört zur rationalistischen Phase der Moderne, verbunden mit der öffentlichen Architektur des Estado Novo; Wikipedia beschreibt ihn als Art déco.
- Den Namen Mercado dos Lavradores erhielt er am 30. Oktober 1940, eingeweiht wurde er am 24. November 1940.
- 1993 stufte ihn die Regionalregierung als Gebäude von lokalem kulturellem Wert ein.
Die Azulejo-Tafeln
Die Fliesenbilder an der Fassade, am Haupteingang und in der Fischhalle malte João Rodrigues; hergestellt wurden sie in der Fabrik von Sacavém, mit regionalen Motiven aus Blumen, Blättern und Früchten. Eine der Fassadentafeln zeigt eine Marktszene. Sie lohnen einen Blick, auch ohne Einkauf.
Die Noite do Mercado
In der Nacht des 23. Dezember, der „Noite do Mercado" (Nacht des Marktes), treffen sich die Madeirer im Markt und in den Straßen ringsum, singen Weihnachtslieder und tanzen; Bars haben die ganze Nacht geöffnet und servieren traditionelle Getränke und Sandwiches mit carne de vinha d'alhos (Wikipedia). Die Stadt führt sie unter den Veranstaltungen des Marktes.
Tipps für den Besuch
- Samstags schließt der Markt um 14 Uhr, also besser vormittags kommen; sonn- und feiertags ist geschlossen.
- Wie auf jedem Markt vor dem Kauf nach dem Preis fragen.
- Gut kombinierbar mit der Seilbahn von Funchal hinauf nach Monte und den Korbschlitten von Monte.
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