Madeiras Westen verbindet die sonnigste Küste der Insel – die Kreise Ribeira Brava, Ponta do Sol und Calheta – mit der hohen, oft nebelverhangenen Hochebene Paul da Serra. Hier, in Rabaçal, beginnen die meistbegangenen Levadas, und hier liegt der Lorbeerwald von Fanal: An einem Tag geht es von warmen Küstendörfern bis in die Wolken auf rund 1.500 m.
Was prägt den Westen Madeiras?
- Die Südwestküste. Visit Madeira nennt Ribeira Brava, Ponta do Sol und Calheta den sonnigsten Teil der Insel und Ponta do Sol den wärmsten und sonnigsten Kreis. Auf den Terrassen wachsen Süßkartoffeln, Zuckerrohr und Bananen.
- Calheta. 1430 gegründet und am 1. Juli 1502 per königlicher Urkunde zur Kleinstadt erhoben, umfasst Calheta 111,50 km² und acht Bezirke: Arco da Calheta, Calheta, Estreito da Calheta, Fajã da Ovelha, Jardim do Mar, Paul do Mar, Ponta do Pargo und Prazeres. Paul do Mar und Calheta haben eine lange Fischereitradition, und einige Stellen dieser Küste sind bei Surfern beliebt. Der Leuchtturm von Ponta do Pargo an der Westspitze der Insel wurde am 5. Juni 1922 eingeweiht.
- Paul da Serra. Die größte Hochebene Madeiras, rund 24 km² auf durchschnittlich etwa 1.500 m, mit bis zu 1.640 m. Sie ist das wichtigste Grundwasser-Neubildungsgebiet der Insel, und auf dem flachen Gelände stehen die Windparks, die fast den gesamten Windstrom Madeiras erzeugen. Rabaçal am Westrand blickt hinab ins Tal der Ribeira da Janela.
Was kann man im Westen unternehmen?
- Levadas bei Rabaçal. Zwei der bekanntesten Wanderungen Madeiras starten in Rabaçal: die Levada das 25 Fontes (PR 6) und die kürzere Levada do Risco (PR 6.1) zum Risco-Wasserfall. Beide sind klassifizierte PR-Wege und erfordern eine kostenpflichtige Zeitfenster-Buchung auf SIMplifica – siehe Buchung und Gebühren.
- Fanal. Der Wald von Fanal, ein oft nebelverhangenes Lorbeerwaldgebiet, liegt nördlich von Paul da Serra im Kreis Porto Moniz; die Vereda do Fanal (PR 13) führt durch das Gebiet.
- Die Küste. Calheta, Jardim do Mar und Paul do Mar bieten Zugang zum Meer am sonnigsten Abschnitt der Insel; Hochebene und Küste passen gut zusammen – morgens wandern, nachmittags baden.
- Weiter nach Norden. Von Paul da Serra führen Straßen hinunter nach Porto Moniz und Seixal an der Nordküste.
Wie ist das Wetter im Westen?
Küste und Hochebene haben einen gegensätzlichen Ruf. Die Südwestküste gilt als sonnigster Teil Madeiras, während Paul da Serra trotz mediterran geprägtem Klima über 240 Nebeltage im Jahr hat und die hohe Luftfeuchtigkeit in der Höhe als Regen niedergeht. Calheta bekommt zudem gelegentlich Saharastaub ab, der den Himmel trübt. Was das praktisch heißt:
- Ein sonniger Morgen in Calheta sagt wenig über die Sicht in Rabaçal; nehmen Sie auch im Sommer eine warme Schicht und eine Regenjacke mit.
- Nebel auf den Hochebenen-Straßen kann dicht sein; langsam fahren und mehr Zeit einplanen.
- Fanal wird oft im Nebel fotografiert – das ist dort normal, kein Pech.
Wie weit ist der Westen von Funchal entfernt?
Ungefähre Straßenentfernungen ab Zentrum Funchal (OpenStreetMap-Routing): Calheta etwa 34 km, Rabaçal etwa 42 km und Fanal etwa 49 km. Rabaçal und Fanal liegen an der Hochebenen-Straße, die Fahrt endet also mit einem langen Anstieg.
Für wen ist der Westen eine gute Basis?
Die Südwestküste passt für alle, die möglichst viel Sonne, eine ruhige Basis am Meer und schnellen Zugang zu den Rabaçal-Wegen ohne Anfahrt aus Funchal wollen. Weniger geeignet ist sie für alle, die Stadtrestaurants suchen oder mit dem Bus zu den Startpunkten auf der Hochebene kommen möchten. Für eine Route, die den Westen mit den Gipfeln verbindet, siehe 5 Tage: von der Küste zu den Gipfeln.